Egal ob Ticket- oder Kassenautomat, Gegensprechanlage oder Schranke: In klassischen Parksystemen findet viel Bewegung und Kommunikation statt. An diesen Stellen kommt es auch zu großem Wartungsaufwand – und wo Wartungsaufwand anfällt, steht der Parkbetrieb schnell still. Dieses Problem trifft viele klassische Parksysteme und führt für Betreibende oft zu erheblichem Mehraufwand, Frust und Gewinnverlust.
Wo die größten Probleme entstehen und wie man mit modernen Systemen für mehr Flexibilität, Umsatz und Kundenzufriedenheit sorgt, erfahren Sie in diesem Artikel.
Inhalt
Wenn Zeit Geld ist: Wie Wartungsarbeiten klassische Parksysteme zum Stillstand bringen
Kassenautomat mit Bargeldfunktion
Von Klassisch zu Digital: Wie der Wechsel auf ein modernes Parksystem gelingt
Kennzeichenerkennung statt Tickets
Warum Schranken und Bargeld beim Parksystem dennoch sinnvoll sein können
Wenn Zeit Geld ist: Wie Wartungsarbeiten klassische Parksysteme zum Stillstand bringen
Täglich lösen auf gut besuchten Parkflächen hunderte Parkende ein Ticket, dutzende Schranken öffnen und schließen sich und tausende Euro fließen durch Bargeldautomaten. Bei so vielen beweglichen Teilen kommt es schnell zu Problemen, Fehlfunktionen und Ausfällen. Die häufigsten Verursacher solcher Stillstände sind:
Parksäule mit Ticketfunktion
Die häufigste Quelle für Wartungsaufwand. Tickets sorgen regelmäßig für Probleme im Parkbetrieb und führen oft zu temporärem oder sogar längerfristigem Stillstand. Leere Papierrollen, Ticketklemmen oder ein Fehler beim Lesen der Codes stören den Betrieb, bis ein menschliches Eingreifen für Abhilfe sorgt. Tickets werden auch oft schlecht verstaut und dann verloren, werden nass oder bis zur Unleserlichkeit zerknittert.
In solchen Fällen muss der Leitstand jederzeit erreichbar sein, um Support bereitstellen zu können und Parkende bei der Lösung zu unterstützen. Das kostet Zeit, Geld und gutes Personal, das an anderen Stellen besser eingesetzt werden kann.
Kassenautomat mit Bargeldfunktion
Hier kommen gleich mehrere Faktoren zum Zug, die zum Ausfall der Anlage führen können. Am naheliegendsten ist, dass der Automat schlicht voll ist und dadurch keine weiteren Barzahlungen durchgeführt werden können. Während dieses Problem noch am leichtesten zu beheben ist – man schickt Mitarbeitende, die den Automaten entleeren und mit neuem Wechselgeld bestücken – gilt es hier trotzdem zu bedenken, dass ein solcher Prozess 24/7 möglich sein muss, was viel Zeit und Personal kostet. Außerdem fallen bei der Einzahlung des Bargeldes an Banken zusätzliche Kosten an, die oft nicht mitbedacht werden.
Ebenfalls zeitaufwendig ist eine Verstopfung des Automaten durch Fremdkörper. Das passiert oft unabsichtlich, beispielsweiße durch Fremdwährung. Auch hier müssen Mitarbeitende schnell vor Ort sein, um das Problem zu beheben. Verstopfung kann allerdings auch das Ergebnis von mutwilligem Vandalismus sein. Zusätzlich kann das Bargeld einen Anreiz für Diebe bieten, die Automaten aufzubrechen und damit permanent zu beschädigen.
Wie ein Parksystem komplett ohne Bargeld funktionieren kann, lesen Sie in unserem Blogartikel „7 Gründe für den bargeldlosen Parkraumbetrieb“.
Schranke
In klassischen Systemen waren Schranken essenziell, um einen flüssigen Parkablauf zu garantieren. Diese Komponente hat aber auch Problempotenzial: Fällt das Schrankensystem aus, können Kund:innen ohne zu bezahlen ausfahren, sofern die Schranke offen stehen bleibt. Bleibt sie geschlossen, werden Parkende auf der Fläche eingesperrt. In beiden Fällen ist schnelles Handeln dringend nötig, da es sonst schnell zu Umsatzeinbußen und Unzufriedenheit bei Kundschaft führt.
Ein weiterer Faktor, der bei der Anschaffung eines beschrankten Systems oft übersehen wird, ist die gesetzliche Wartungspflicht von beweglichen Toren in Österreich, zu denen auch Schranken zählen. Demnach muss mindestens einmal pro Jahr eine Überprüfung der Beschrankung durchgeführt werden. In dieser Zeit muss der Parkbetrieb temporär unterbrochen werden, zusätzlich fallen noch Kosten für die Überprüfung durch ein befähigtes Ingenieursbüro an.
Sprechstelle
Alle bisher genannten Fehlerquellen können dazu führen, dass Parkende auf der Fläche mit Problemen konfrontiert sind, die eine schnelle Lösung benötigen. Um das bestmöglich abzufangen, müssen auch Betreibende zu jeder Zeit, zu der geparkt werden kann, erreichbar sein, was zu zusätzlichen Kosten und Personalaufwand führt.
Alle vier Komponenten bergen also Risiken für einen Stillstand des Parksystems. Fallen Risikokomponenten aus, kann es passieren, dass die gesamte Anlage stillsteht. Jede Minute ohne funktionierendes System kostet Betreibenden Umsatz. Besonders an abgelegenen Flächen oder wenn keine Mitarbeitenden vor Ort stationiert sind, kann es passieren, dass klassische Parksysteme bei einem Ausfall bis zu mehrere Tagen stillstehen.
Wenn Ersatzteile fehlen oder Montagepartner erst einige hunderte Kilometer anreisen müssen, vergeht viel Zeit, in denen Parkende nicht ein- und ausfahren können.
Tipp: Stellen Sie sicher, dass Sie systemkritische Komponenten und Einzelteile immer auf Lager haben. So stellen Sie sicher, dass Probleme möglichst schnell behoben werden können.
Von Klassisch zu Digital: Wie der Wechsel auf ein modernes Parksystem gelingt
Auf den ersten Blick mag ein Wechsel von altbewährten, aber wartungsanfälligen Systemen zeit-, geld- und arbeitsintensiv wirken. Eine Umstellung geht allerdings oft einfacher vonstatten als erwartet.
Kennzeichenerkennung statt Tickets
Die effizienteste Lösung ist die Umstellung von einem ticketbasierten System auf eines mit automatischer Kennzeichenerkennung. Über Kameras an der Ein- und Ausfahrt wird das Kennzeichen erfasst und Parkende brauchen keine Tickets mehr, die verloren oder zerknittert werden können.
Die Parkdauer und Bepreisung wird dabei anhand des Einfahrtszeitpunkts automatisch ermittelt. An den Bezahlterminals auf der Fläche oder via angebundener Onlinetools und Parking-Apps können Kund:innen den Bezahlvorgang ganz einfach durch Eingabe ihres Kennzeichens starten.
Bei der Kennzeichenerkennung kommt es besonders auf eine hohe Erkennungsrate an. Wo hier die Unterschiede liegen und worauf es zu achten gilt, erfahren Sie im Blog Was 1,8 % Unterschied in der Erkennungsrate wirklich bedeuten: Eine Umsatzperspektive
Cashless statt Bargeld
In weiterer Folge empfiehlt sich der Wechsel zu komplett bargeldlosen Bezahlsystemen. Parkende sind nicht mehr auf das passende Kleingeld angewiesen, sondern können bequem digital bezahlen. Dank der steigenden Nutzung von Parking-Apps sind bargeldlose Bezahlvorgänge schon lange im Alltag der Kund:innen angekommen.
Auch für Betreibende vereinfacht dieser Prozess die Parkraumbewirtschaftung enorm. Durch den Verzicht auf Bargeld entfallen Wartungs- und Personalaufwand sowie Kosten für die Einzahlung bei Banken.
Freeflow statt Schranken
Abgerundet wird die Zukunft des Parkens dann mit einem kompletten Verzicht auf Schranken – ein sogenanntes Freeflow System. Besonders zu Stoßzeiten hat dies den zusätzlichen Vorteil, dass es nicht zu Staus vor den Schranken kommt. Betreibende werden außerdem durch Tools zum einfachen und automatisierten Forderungsmanagement unterstützt, um zu verhindern, dass ohne Bezahlung ausgefahren wird.
Ein Parkraum ohne Schranken und Ticketautomaten braucht auch keine Sprechstelle mehr. Parkende können nicht mehr auf der Fläche eingesperrt werden, das Ausfahren ist jederzeit möglich. Das sorgt für weniger Arbeitslast für Angestellte und weniger Frust bei Kund:innen.
Warum Schranken und Bargeld beim Parksystem dennoch sinnvoll sein können
Im Alltag kann es dennoch vorkommen, dass Schranken einen Mehrwert bieten, beispielsweiße um genügend Stellplätze für Dauerparkende zur Verfügung zu behalten. Auch ein Bezahlterminal mit Bargeldfunktion kann je nach Einsatzort sinnvoll sein. Besteht beispielsweiße der Kundenstamm weiter auf eine Möglichkeit zur Bezahlung mit Bargeld, kann es dennoch von Vorteil sein, zusätzlich bargeldlose Bezahlmethoden wie Onlineportale und Parking-Apps zur Verfügung zu stellen.
Aus welchem Grund auch immer klassische Elemente in moderne Parksysteme einfließen sollen, wichtig ist hierbei, auf möglichst wartungsarme und langlebige Systeme zu vertrauen. Das Ticket hat dank Kennzeichenerkennung auf jeden Fall ausgedient. Verlust oder Nichterkennung von Tickets, Ticketklemmen und das Nachfüllen von Ticketrollen gehören somit der Vergangenheit an.
Fazit
Im Fall von Parkanlagen gilt: Wenig Bewegung in den Einzelteilen führt zu viel Mobilität auf der Parkfläche.
Mit modernen Freeflow Parksystemen lassen sich Zeit und Geld sparen, Ressourcen und Mitarbeitende schonen und Kundenzufriedenheit sowie Umsätze erhöhen. Der Wartungsaufwand wird dank der Abwesenheit gängiger Problemzonen stark minimiert oder sogar gänzlich eliminiert. Und falls manche Komponenten dennoch bewusst eingesetzt werden, soll auf möglichst effiziente und wartungsarme Hardware gesetzt werden.
Möchten Sie Ihre Parkfläche effizient, wartungsarm digital mit Arivo bewirtschaften? Gemeinsam finden wir die ideale Lösung für Ihren Use Case.


